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Umwelt & Klimaschutz

Energie, Natur- & Artenschutz, Radverkehr, Gewässer, Freiflächenphotovoltaik, Nachhaltig in Berg und Kommunale Wärmeplanung.

Umwelt & Klimaschutz

Nachhaltigkeit in der Gemeinde Berg

Umwelt- und Klimaschutz geht uns alle an. Mit Herz und Verstand setzen wir uns deshalb für eine grünere Zukunft in der Gemeinde Berg ein. Durch gemeinsame Anstrengungen und innovative Lösungen wollen wir einen bedeuteten Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten.

Dazu gehört die Energiewende, das Energiesparen, der Artenschutz, unser Radverkehrskonzept, das Freiflächenphotovoltaik Konzept und vieles mehr. Diese Themen werden alle in nachfolgenden Punkten behandelt und umgesetzt.

Sebastiana Henkelmann

Bereich Klima und Umwelt

Telefon +49 8151/508-25

E-Mail henkelmann@gemeinde-berg.de

Energie

Die Energiewende

Der Kreistag des Landkreis Starnberg hat bereits im Jahr 2005 beschlossen, die Energiewende zu unterstützen, mit dem Ziel, den Landkreis bis zum Jahr 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien möglichst aus der Region zu versorgen.
Auch das Leitbild der Gemeinde Berg folgt dieser Zielsetzung. Hier heißt es:

Wir sind den kommenden Generationen verpflichtet, mit allen Ressourcen und der Natur schonend und nachhaltig umzugehen und treiben den Klimaschutz aktiv voran.

Eingeschlossen ist hierbei insbesondere die Klimaneutralität im Bau- und Verkehrswesen, wie auch bei der Erzeugung von Strom und Wärme.

Die drei Säulen der Energiewende sind dabei Energieeinsparung, Energieeffizienz und die Gewinnung von Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen. Nur mit einem ausgewogenen Energiemix, der alle im Landkreis verfügbaren Energiequellen einbezieht, kann dieses Ziel nachhaltig erreicht werden.

Berg hat hierbei schon einiges erreicht. Durch die vier Windkraftanlagen konnte der Anteil der erneuerbaren Energien landkreisweit verdoppelt werden und rein rechnerisch deckt die Gemeinde ihren Stromverbrauch somit zu fast 100% aus regenerativen Energien. Hier ist jedoch noch lange nicht Schluss. Das Bayerische Klimaschutzgesetz schreibt eine klimaneutrale kommunale Verwaltung bis 2030 vor und bis 2040 sollen auch die bayerischen Privathaushalte, Unternehmen und der Verkehrssektor dieses Ziel erreichen. Dies wird nur über den nachhaltigen Einsatz von Wind, Sonne, Erdwärme und Biomasse zur Erzeugung von Strom und Wärme mit einer einhergehenden Reduktion des Energiebedarfs sein. Eine Herausforderung, die die Berger Bürgerinnen und Bürger nur gemeinsam und mit vielfältigen Unterstützungsangeboten meistern können.

Nachfolgend finden Sie einige erste Informationen und Anlaufstellen zum Thema Energie:

Energiesparen

Auf dem Weg zur Energiewende ist neben der Umrüstug auf erneuerbare Energien zunehmend auch das Thema Energiesparen in den Fokus gerückt.

Unten stehend finden Sie hierzu eine Übersicht nützlicher Tipps rund um Haushalt und Co., die sich mit wenigen Handgriffen und kostengünstig integrieren lassen.

Das Landratsamt Starnberg bietet zudem eine Online-Hilfe in Form eines EnergiesparChecks und einer Übersicht für sparsame Haushaltsgeräte an.

Gebäudesanierung

Gerade der Heizbedarf in Bestandsgebäuden kann unter Umständen für hohe Energiekosten und einen erhöhten CO2-Fußabdruck sorgen. Einzelmaßnahmen zur Gebäudasnierung können an dieser Stelle für Einsparungen sorgen. Eine umfangreiche Förderübersicht finden Sie hier.

Weitere Themen & Downloads

Natur- & Artenschutz

Der Artenschutz

Das Volksbegehren "Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern" (oder auch "Rettet die Bienen!") hat in den letzten Jahren der breiten Bevölkerung die Dringlichkeit zur Sicherstellung und Förderung der Artenvielfalt vor Augen geführt. Denn ohne Artenvielfalt ist kein Leben auf der Erde möglich.

Der Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) führt Einblicke des derzeitigen Artenbestands auf:

54% aller Bienen, 73% aller Tagfalter, 75% aller Fluginsekten und 50% aller Vögel sind bedroht oder bereits verschwunden!

Damit befinden wir uns im größten Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Experten sprechen auch vom sechsten großen Massenaussterben in der Erdgeschichte

(Quelle: LBV (2022): Volksbegehren Artenvielfalt. https://www.lbv.de/mitmachen/fuer-einsteiger/volksbegehren-artenvielfalt/)

Die Förderung der Artenvielfalt ist nicht nur Thema auf Bundesebene, sondern besonders die Kommunen sind hier gefragt. Dabei sind folgende Themen u. a. essentiell:

  • Herstellung eines Biotopverbunds (zusammenhängendes Netz aus Habitatstrukturen)
  • Sicherung von Gewässerrandstreifen
  • Moor- und Wiesenschutz
  • Schutz und Schaffung von Streuobstwiesen
  • Minderung der Lichtverschmutzung

Auch die Gemeinde Berg bemüht sich besonders auf kommunalen Flächen den Artenschutz und die Artenvielfalt zu fördern und versucht auch hier die Bürger bei Vorhaben in ihrem eigenen Garten etc. zu unterstützen.

Der Naturschutz

Hier finden Sie wichtige Hinweise und Antragsformulare zu verschiedenen Themen rund um den Naturschutz und die Pflege unserer Grünflächen.

Informieren Sie sich über das Wespenmerkblatt, das Ihnen wertvolle Tipps im Umgang mit Wespen bietet, sowie über den Antrag zur Beseitigung von Hornissennestern, der in bestimmten Fällen erforderlich sein kann. Zudem stellen wir Ihnen die notwendigen Informationen zur Verfügung, um eine naturschutzrechtliche Genehmigung für Baumfällungen zu beantragen und die Durchführung von Ersatzpflanzungen anzuzeigen.

Auch die GALK Straßenbaumliste und die Gehölzpflege sind wichtige Aspekte, die wir hier behandeln, ebenso wie die Gehölzbeseitigung.

Unser Ziel ist es, Ihnen eine transparente und einfache Handhabung dieser Themen zu ermöglichen, um gemeinsam die Natur in unserer Gemeinde zu schützen und zu erhalten.

Radverkehr

Das Radverkehrskonzept der Gemeinde Berg

Das Fahrrad ist das umwelt- und klimafreundlichste Verkehrsmittel. Radeln ist gesund und macht Spaß – sei es als Freizeitaktivität oder als Teil der Alltagsmobilität: als Fahrt zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen, zum Sport, in den Biergarten oder zum Schwimmen im See. Zusammen mit dem ÖPNV bildet das Fahrrad einen wichtigen Beitrag auf unserem Weg zu einer klimaneutralen Mobilität.

Die Gemeinde Berg hat das Ziel, den Radverkehr zu fördern und eine fahrradfreundliche Kommune zu werden. Das von der Bürgerbeteiligung erarbeitete Radverkehrskonzept wurde im Dezember 2021 einstimmig vom Gemeinderat angenommen und befindet sich in der Umsetzung.

Dieses sehr ausführliche Radverkehrskonzept basiert auf dem Plan von 2016 für ein „Alltagsradroutennetz des Landkreises Starnberg“ und entwickelt ihn weiter für die Gemeinde Berg. Es benennt 17 Projekte und schlägt kurz- und mittelfristige Lösungen für Schwachstellen in unserem Netz von Radrouten vor, beispielsweise:

  • Lücken in den Radwegen entlang den Staats- und Kreisstraßen,
  • fehlende Markierungen an kritischen Einmündungen,
  • unzureichend ausgebaute und beschilderte Nebenstrecken,
  • fehlende Fahrradabstellanlagen bei Bushaltestellen, Spielplätzen, Geschäften,
  • Anschaffung von einem gemeindeeigenen Leih-Lastenfahrrad,
  • Zertifizierung als „fahrradfreundliche Kommune“

Das Thema Radverkehr erfreut sich lokal und überregional eines deutlichen Rückenwindes. Es wurden bereits landkreisweite Netzwerke geknüpft und erste Schritte getan. Das Radverkehrskonzept ist dabei nicht nur eine Handlungsleitlinie, sondern auch ein Werkzeug für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Weitere Informationen hierzu können Sie auf der Webseite der Bürgerbeteiligung einsehen.

Download

Gewässer

Unter dem folgenden Kontaktformular haben Sie die Möglichkeit Erfahrungen und Beobachtungen bezüglich der Vorkommen von Gewässern oder Überschwemmungen/Problemen im oder ohne Zusammenhang zu Gewässern in der Gemeinde Berg zu teilen. Die Datensammlung dient der Unterfütterung und Verbesserung der Konzepte zur Gewässerentwicklung und zum Sturzflutmanagement der Gemeinde Berg.

Von Vorteil für die Datensammlung ist es, wenn Sie möglichst genaue Standortdaten zur Verfügung stellen können. Dies kann auch in Form von Fotos oder Kartenausschnitten geschehen. Hierfür steht Ihnen eine entsprechende Upload-Möglichkeit zur Verfügung.

Bei Rückfragen wäre es hilfreich, wenn Sie Ihre Kontaktdaten in den jeweiligen Feldern hinterlegen könnten. Diese werden streng vertraulich und ausschließlich verwaltungsintern behandelt. Genauso ist es möglich die Meldung anonymisiert abzugeben.

Die Gemeinde Berg bedankt sich für die Zusammenarbeit.

Weitere Artikel

Freiflächenphotovoltaik

Prognosen zum zukünftigen Energieverbrauch des Landkreises gehen von einer Verdrei- bis Vervierfachung des derzeitigen Strombedarfs aus. Grund hierfür ist unter anderem die prognostizierte Erhöhung des Bedarfs in den Sektoren Wärme und Mobilität. Gleichzeitig zeigen uns der Klimawandel und die politische Lage vermehrt den Bedarf an Energieerzeugung aus regenerativen und lokalen Ressourcen. Neben der Stromerzeugung durch die Windkraft, der in der Gemeinde Berg zukünftig etwa ein Viertel des Bedarfs decken kann, ist der Ausbau der Photovoltaikanlagen auf Dachflächen bzw. auf bereits versiegelten Flächen, als vorrangiges Ziel zur nachhaltigen Stromerzeugung zu verfolgen. Aber auch die Errichtung von Freiflächenphotovoltaikanlagen (PV-FFA) nimmt immer weiter zu.

Aus diesem Grund entschied sich die Gemeinde Berg für die Erstellung eines kommunalen Standortkonzepts zur Errichtung von PV-FFA. Das Konzept soll die potenzielle Errichtung von PV-FFA im Gemeindegebiet steuern und in Einklang mit den Belangen der Landwirtschaft, der Natur und den Berger Bürgerinnen und Bürgern bringen. 

Folgende Kriterien wurden hierbei vorrangig betrachtet:

  • Belange des Natur- und Umweltschutzes
  • Erfordernisse der Land- und Forstwirtschaft
  • städtebauliche Vorbelastungen
  • übergeordnete regional- und landesplanerische Zielsetzung
  • vorhandene Planungen

Das Konzept soll demnach aufzeigen, welche Freiflächen potenziell für PV-FFA:

  • geeignet 
  • bedingt geeignet oder
  • nicht geeignet sind

Ausschlussflächen und -kriterien sind durch bestimmte Landnutzungen (Siedlungs-, Verkehr-, Gewässerflächen etc.) oder durch Schutzgebiete (Biotope, Überschwemmungs-, Ausgleichsflächen etc.) festgelegt. 

Weitere Ausschlusskriterien, die festgelegt wurden, sind:

  • vollkommener Entfall eingeschränkt geeigneter Standorte
  • Abstand zur Wohnbebauung
  • Abstand zu Erholungsgebieten:
  • Abstand zu Baudenkmälern/kulturhistorische Bezüge

Standorte, die gesetzlich und politisch bevorzugt werden sind demnach anderen vorzuziehen. Darunter fallen beispielsweise:

  • Lage entlang von Autobahnen (200 und 500 Meter Korridor) 
  • Günstige Anbindung an das Leitungsnetz

Letztendlich sollen die entstandenen Karten als Entscheidungsgrundlage und Handlungsleitfaden im Zuge der weiteren Entwicklung der Freiflächenphotovoltaik dienen und somit die Grundlage für die Aufstellung eines (vorhabenbezogenen) Bebauungsplans im Außenbereich zur Errichtung von PV-FFA bilden. Zudem sollen Interessenten so erste Informationen zu möglichen Standorten erhalten.

Die Karten finden Sie untenstehend im Anhang. Bei weiteren Rückfragen können Sie sich an den angegebenen Kontakt wenden.

Weitere Informationen zur Photovoltaikanlagen auf der Freifläche sowie auf Hausdächern können Sie über das Solarkataster des Landkreises gewinnen: www.lk-starnberg.de/solarkataster

Sebastiana Henkelmann

Funktion Klimaschutzmanagerin

Telefon 08151 508 - 25

E-Mail henkelmann@gemeinde-berg.de

Downloads

Nachhaltig in Berg

Die Berger Nachhaltigkeitsmappe soll dazu dienen Bürgerinnen und Bürgern eine Hilfestellung bei Themen rund um Umwelt- und Klimaschutz zu geben und gleichzeitig Handlungsmöglichkeiten zu offenbaren.

Untenstehend finden Sie nach Themenblock gegliedert Inhalte aus der Mappe selbst sowie weiterführende Informationen:

Energiesparen und Energieeffizienz

Wärmeerzeuger

Klimafreundlicher Hausbau/Sanierung

Biodiversität im eigenen Garten

Regionale Wertschöpfung

Nachhaltige Mobilität

Die Mappe ist in Kooperation mit der Bürgerbeteiligung Berg entstanden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Es wird darauf geachtet Inhalte möglichst aktuell und vielfältig zu halten.

Bei Anmerkungen oder Rückfragen können Sie sich an den untenstehenden Kontakt wenden.

Sebastiana Henkelmann

Funktion Klimaschutzmanagement

Telefon 08151 508-25

E-Mail henkelmann@gemeinde-berg.de

Kommunale Wärmeplanung

Wie kann der Weg der Gemeinde Berg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung aussehen?

Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Steinbacher-Consult aus Neusäß erstellte die Gemeindeverwaltung eine sogenannte Kommunale Wärmeplanung.

Mit der kommunalen Wärmeplanung ist eine rechtlich unverbindliche, strategische Fachplanung geschaffen worden, welche die Möglichkeiten für die mittel- und langfristige Gestaltung der Wärmeversorgung aufzeigt.

Der erarbeitete Fahrplan liefert u.a. mehr Klarheit über die aktuelle Situation in Bezug auf die Wärmeversorgung, potenzielle Energiequellen und wie die Zukunft der Wärmeversorgung in Berg aussehen kann. Er soll mehr Planungssicherheit für die Bevölkerung schaffen und einen sinnvollen Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftssicheren Wärmeversorgung aufzeigen.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Diese Projekte reichen von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen und tragen maßgeblich zum Klimaschutz vor Ort bei.

Die Berger Wärmeplanung wird durch die Kommunalrichtlinie gefördert.

TitelKSI: Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Berg
LaufzeitMärz 2025 – März 2026
Förderkennzeichen67K28665
Gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative

Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung

1
Bestandsanalyse

Erhebung des aktuellen Wärmebedarfs und -verbrauchs, einschließlich der Treibhausgas-Emissionen und der bestehenden Versorgungsstruktur.

2
Potentialanalyse

Ermittlung der Potenziale zur Energieeinsparung und lokal verfügbarer erneuerbarer Energien sowie Abwärmepotenziale.

3
Zielszenario

Entwicklung eines Szenarios zur Deckung des zukünftigen Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

4
Wärmewendestrategie

Formulierung eines Transformationspfads mit konkreten Maßnahmen, Umsetzungsprioritäten und einem Zeitplan für die kommenden Jahre.

Rollierender Prozess Kommunaler Wärmeplan
Die Erstellung des Kommunalen Wärmeplans als rollierender Prozess (angelehnt an ©KEAN)

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